Die Moral von Dresden - Schlössercup 2017

...und die Moral von der Geschicht: ein Paddel bricht, die Moral nicht!

Aber von Anfang an...
Der Schlössercup, die sogenannten Dragolympics in Dresden, unsere 10.Spiele standen unter keinem guten Stern. Während wir die letzten Jahre eher ein Luxusproblem bei der Zusammenstellung der Mannschaft hatten, passierte uns dieses Mal das Gegenteil. Mit der Unterstützung befreundeter Paddler fuhren wir nach Dresden, um mit einer Mindestanzahl Paddler ins Boot zu steigen. Dann auch noch die Absage eines Paddlers wegen Krankheit... wieder einer weniger. Mit 14 Ghostdragons, irgendwie mit unserer Motivation nicht so recht wissend wohin und trotzdem irgendwie Bock es allen zu zeigen stiegen wir ins Boot.
Zuerst die 800 Meter-Strecke. Der Start wenig optimal, der Kampfgeist großartig und nur 14 Paddler. Das Ergebnis suboptimal...
Da das langsamste Team von der 800-Meter-Strecke als Erstes auf die lange Strecke geht, hatten wir erstmal alle hinter uns und waren die Gejagten. Sehr gutes Gefühl, ordentlich Druck, das Boot läuft... nur etwas stört...Ruderer! Gleichzeitig fand im gleichen Bereich der Elbe eine Nachwuchs-Ruderregatta statt. Die Sportler nahmen es mit Pragmatismus und die Trainer in ihren Motorbooten mit dem Recht Wellen machen zu können. Zumindest lagen wir mit 14 Paddlern im Boot nicht so tief im Wasser und so konnten uns die Wellen nichts anhaben. Trotzdem Danke und ein dreifaches "Ghostdragons" an Uwe der uns eine Pumpe ins Boot eingebaut hat.
Nach den Ruderern kamen die Dampfer und mit den Dampfern kamen die Steuerleute auf ihre Kosten. Sie mussten alles zeigen. Unser Frank machte das großartig! Wir hielten mit allen mit und uns aus dem Schlamassel raus. Die Wende meisterten wir optimal und machten gleich drei vier Positionen wett. Danach die optimale Welle und wir waren gut dabei. Übrigens auch nochmal Dankeschön an unsere Frauen... immerhin haben 11 Frauen 3 Männer durch Dresden gepaddelt.
Andere Teams hatten zwar mehr Männer im Boot, wenn der Steuermann das Boot nicht gehalten bekommt, dann ist auch das nicht wichtig. So kam es nach ca. 5 von 8 zu paddelnden Kilometern dazu, dass ein neben uns fahrendes Team komplett verriss und uns seitlich traf. Eine traf es besonders... im wahrsten Sinne des Wortes an Unterarm und Paddel. Während der Unterarm hoffentlich bald wieder heil ist, wird das mit dem Paddel nicht so leicht gehen. Glatter Bruch durchs Karbon! Also paddelten 13 Ghostdragons dem Ziel entgegen. Wir kamen zwar auf dem letzten Platz ins Ziel, aber sind uns sicher, dass wir gegen die anderen Teams eine gute Chance gehabt hätten, wenn die auch nur zu vierzehnt und mit der gleichen Männerquote gepaddelt wären. 
So isses aber nich...
 
Und deshalb etwas Philosophie zum Schluss: Nach dem Mond kommt immer die Sonne...das war so, das ist so und das wird immer so sein!
Wir sind gespannt auf den weiteren Verlauf der Saison!
 
Euer Thomas